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Deutsch - 27-31.10.2025 - Royal Bavarian Ham Radio Chile and Falkland Island Tour 2025

  • dl7hw4
  • 31. Okt. 2025
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Nov. 2025

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Am Anfang des Jahres 2025 wurde die Idee geboren eine sehr abgelegene Örtlichkeit für unsere Urlaubsreise zu wählen. Nachdem eine Reise nach Tristan da Cunha meiner VL doch etwas zu abgelegen war, fiel die Wahl auf die Falkland Inseln. So begann die Planung des Vorhabens mit all seinen Schwierigkeiten. Da für die Funkaktivitäten auf den Inseln ein eigenes Rufzeichen erforderlich ist wurde auch diese beantragt und zugewiesen.

So das ich dann vor Ort mit dem Rufzeichen VP8THW Betrieb machen kann.

Da direkte Flugverbindungen von Deutschland auf die Falkland Inseln nicht bestehen, ist hier ein Abstecher nach Chile erforderlich. Die südlichste Großstadt Chiles, Punta Arenas ist unser Zwischenziel, von dort aus gehen dann meist immer Samstags die Flüge auf die Falkland Inseln. 

Der Plan ist, dass wir dort am 01.11.2025 landen werden und die erste Woche in der Hauptstadt Stanley,  verbringen werden. 

Danach ist ein Trip auf Saunders Island geplant. Nach der Rückkehr auf Ost Falkland soll dann die Insel mit dem Auto erkundet werden. Das wäre so der grobe Plan.

Die Rückreise steht am 22.11.2025 an und wird wieder  über Punta Arenas führen.



Reisebericht:


25.10.2025

Der Tag wurde nochmals dazu genutzt, die einzelnen Gepäckstücke entsprechend den Anforderungen zu befüllen. 23 kg Aufgabegepäck waren erlaubt, wir wollten aber unter 20kg bleiben.

Funkgeräte, Akkus, Modem, Antennenanalyser wanderten ins Handgepäck, Antennen, Mast, Kabel und sonstiges Zubehör in das Aufgabegepäck.

Auf Redundanz wurde wert gelegt, damit ggf. bei Kofferverlust eine funktionsfähige Einheit erhalten bleibt. Entsprechend wurde die Ausrüstung zu gleichen Teilen aufgeteilt, so dass jeder ein Funkgerät inklusive zugehörigem Akku dabei hatte.

Schlafsack, Isomatte, Tarp, Kocher und Wanderstöcke und etwas Kleidung waren ebenfalls dabei. (Man sieht also, dass ca. 80 % des Gepäckgewichts auf Ausrüstung und nicht Kleidung anfallen.)

Das Ganze dauerte natürlich länger als gedacht, wie halt immer!!!

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26.10.2025

Letzte Erledigungen daheim vor der Abreise.

Am Nachmittag ging es mit Gepäck und Hund nach München.

Bruno bleibt erst mal bei den Eltern von Riana, da er ein paar medizinische Baustellen hat und dort die Betreuung besser gewährleistet ist.

Ab 07.30 Uhr war der online Check-In freigeschaltet. Theoretisch.

Was für ein Mist! Trotz mehrfacher Versuche über Browser und App von Iberia Airlines - keine Chance. Immer war irgendein Dokument nicht zu lesen oder ein Datum angeblich ungültig.

Auch eine nicht näher definierte Anzahl an Flüchen und Hasstiraden auf den ganzen Digitalscheiß brachte leider keine Besserung.

Check-In und somit auch die Sitzplatzkoordination mussten somit auf den nächsten Tag direkt am Flughafen verlegt werden.

Der Transport zum Flughafen per Taxi war auch schon organisiert, so dass die vorerst letzte Nacht in Bayern anbrach.



27.10.2025

04.00 Uhr - unchristliche Zeit - der Wecker beendete die Ruhephase, die auch vorher nicht so recht eintreten wollte. Kurzes Frühstück mit Kaffee und Kiwi, zwecks Gesundheit und so. Alles war doch irgendwie angespannt

04.45 Uhr kam das Taxi, Terminal 1D des Münchner Flughafens war das erklärte Ziel. Aufgrund des fehlenden Verkehrs dauerte die Taxifahrt nur knapp 30 Minuten.

Am Terminal angekommen, ging es auf schnellstem Wege zu Iberia Airlines, um beim Check-In vielleicht noch irgendwas hinbiegen zu können. Leider vergebens, es würde eine sehr ruhige Reise werden, da unsere Plätze im Flugzeug verteilt wurden. Ist ja auch total verständlich, dass zwei Personen, die gemeinsam buchen, dann auch möglichst weit im Flieger auseinander sitzen wollen. Neumoderner KI unterstützter Computerscheiß halt. (Memo an mich, dass nächste Mal vielleicht direkt bei den Airlines buchen, dann kann man solche Problem vielleicht vermeiden.)

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I) Flug 1 von München nach Madrid mit einer Bombadier CRJ-1000 (https://en.wikipedia.org/wiki/Bombardier_CRJ700_serie)

Anfänglich belächelt als Spielzeugflieger, belehrte er uns eines besseren.

Ich hatte auch noch das Glück, am Notausgang beim linken Flügel zu sitzen, und konnte mich über Beinfreiheit nicht beschweren. Riana war hinten rechts auf Höhe des Triebwerks.

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Angekommen in Madrid hatten wir etwas über 2 Stunden Aufenthalt. Die Verpflegung viel sehr international aus - Burger King.

Danach begaben wir uns auf die Suche nach unserem nächsten Terminal. Der Flughafen Madrid ist auch recht groß, so dass die Fahrt mit dem Zug zum Terminal schon gut 10 Minuten dauerte.

Etwas verwundert stellten wir fest, wie viele Leute in diesen Flieger wollten. Die passen da doch nie rein, dachten wir uns. Doch, das tun sie.

2) Flug 2 von Madrid nach Santiago de Chile.

Unser Flugzeug war sozusagen das Neueste, was Airbus für die Langstrecke in der Hand hat, der Airbus A350-900 (https://aircraft.airbus.com/en/aircraft/a350/a350-900). Innen mit drei 3er Sitzreihen, schön mit Bildschirm, Decke und Kissen für jeden Platz! Der Airbus hat 346 Sitzplätze, zwei davon würden wir für die nächsten 13 Stunden und 20 Minuten unser Eigen nennen!!! Diesmal saßen wir immerhin direkt hintereinander.

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Filmauswahl und Verpflegung waren sehr gut, der Platz trotz Größe des Fliegers trotzdem beengt Ich merkte nur immer, dass es mir die Lichter ausgeschaltet hat, wenn ich auf einmal wieder mitten im Film oder gleich am Filmende aufwachte!😉 So richtig mit Schlafen hatte das aber nichts zu tun.

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Um ca. 22.15 Uhr Ortszeit (02.15 Uhr deutscher Zeit) landeten wird in Santiago de Chile. Beim Verlassen des Flugzeugs gleich noch den verlorenen Ehering vom Sitznachbarn gefunden und gerettet – Karmapunkte sammeln.

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In Santiago de Chile hatten wir den längsten Aufenthalt bis 04.40 Uhr Ortszeit. Allerdings benötigten wir ein wenig Zeit, vom Internationalen Teil des Flughafens in den nationalen Teil zu wechseln.


28.10.2025

Dann war erst einmal Pause, bis wir zur letzten Flugetappe nach Punta Arenas aufbrachen. Das Boarding begann und die Gruppen 1 – 3 waren schon an Bord, wir waren natürlich nicht dabei, sondern Gruppe 5, war klar!!! Es gab wohl ein Problem am Flugzeug, deshalb wurde das Boarding unterbrochen. Nach ca. 20 Min. warten ging es dann rein in den Flieger.

3) Flug 3 von Santiago de Chile nach Punta Arenas

Diesmal ein Airbus A320. 2x 3er Reihen. Unsere Plätze wieder weit im Flugzeug verstreut.

Würde sagen normaler Flug ohne Höhe und Tiefen. Zum Beginn des neuen Tages ging es nochmals 3 Stunden und 25 Minuten Richtung Süden. Chile ist schon ein verdammt langes Land!!

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Mit der Verspätung vom Boarding kamen wir grob um ca. 08.30 Uhr am Flughafen in Punta Arenas an. Gepäckstücke abholen und Chilenische Pesos am Automaten besorgen. Dann die Suche nach einem Vertrauenswürdigen Taxifahrer. Hier gibt es sog. offizielle Taxis und freie Taxibetreiber. Safety First, deshalb haben wir uns für Fabiola Slazar Herrera Tel.: +56990632027 entschieden. Eine gute Wahl. Die Fahrt in unser Unterkunft dauerte ca. 20 Minuten.

Bei Abreise am Flughafen hab ich unser Gastgeberin, Monica, informiert, dass wir bald vor der Tür stehen.

Punta Arenas ist die südlichste Großstadt in Südamerika und hat ca. 115.000 Einwohner. Das ganze verteilt sich aber recht großflächig. Hohe Gebäude sind eher die Ausnahme, denn die Regel.

Gegen ca. 09.30 Uhr trafen wir an unserer Unterkunft – Departmento Carrera Pinto, Capitan Ignacio Carrera Pinto 1228, 6200000 Punta Arenas, ein.

Die Ferienwohnung bietet Platz für vier Personen, ist geräumig und in halbwegs ruhiger Lage. Nachdem wir uns nach der ganzen Reise wieder etwas hübsch gemacht hatten, stand noch die Beschaffung von Lebensmitteln an.

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Außerdem folgten wir einer Empfehlung und gingen in das Café Inmigrante. Dort gab es Kaffee und Kuchen. Was soll ich sagen, ich vertrage normal schon gute Portionen, aber hier musste ich die Reißleine ziehen, da mein Blutzuckerspiegel ungeahnte Höhen erreichte. Also in meinem Tortenstück war eine ca. 1cm Schicht aus Nutella - nur soviel zum Thema Zucker!! Mal ganz davon abgesehen, dass ein Stück über 1/8 vom Kuchen war.

Zurück in der Unterkunft war dann der Ofen endgültig aus, nach über 36 Stunden war es an der Zeit sich mal etwas auszuruhen. Es war ca. 16 Uhr Ortszeit als man sich zur Ruhe begab.


29.10.2025

Neuer Tag, neues Glück!!

Nicht ganz - ich hatte das Gefühl, dass mich das Bett assimilieren wollte (ähnlich zu den BORG in Star Treck!)

Also setzte ich mich erst einmal für die nächsten drei Stunden an den Rechner, um alles auf Stand zu bringen. Dann kam aber die Müdigkeit zurück und ich ging zurück in den „BORG-Würfel“.

Bezüglich des Klimas, wir hatten ca. 13 Grad und Wind. Viel Wind... Wer hier einen Besuch plant, sollte gute, winddichte Kleidung einpacken!

Wir erkundeten erst einmal die Stadt, hoch bis zu den Magellan-Mosaiken, an den Wegweisern vorbei und weiter zum Aussichtspunkt. Anschließend ging es nach einem Kaffee im Café Sarmiento über Zentrum und Hafen wieder zurück in unsere Unterkunft.

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Im Zentrum haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, einen typischen Touri-Shop zu besuchen. Vorteil: Hier klappt es auch mit Englisch, was sonst tatsächlich eher schwierig ist.

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Die Leute sind sehr freundlich und grüßen dich auch auf der Straße. Ich weiß nicht, wann mir das das letzte Mal zu Hause passiert ist. Ich weiß auch nicht, welche Strafen hier drohen, wenn man jemanden nicht über den Zebrastreifen laufen lässt, aber sie müssen drakonisch sein. Wirklich JEDER bremst, legt die Warnblickanlage ein und lässt dich über die Straße – Top!!!

Ist aber auch nötig. Ansonsten wäre es hier zu Stoßzeiten wirklich schwierig, über die Route 9 an den Strand zu kommen.

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Punta Arenas ist ein Amateurfunker Mekka. Es gibt sehr viele hier, die das Hobby betreiben. Allerdings hat gefühlt jedes zweite Haus eine kleinere oder größere Antennenanlage auf dem Dach, so dass man die wahren „Funker“ hieran nur schwer identifizieren kann. Daher hab ich mal die OMs hier angeschrieben, um evtl. ein paar Insider Infos zu bekommen.


30.10.2025

Heute war ein recht fauler Tag. Die Zeitverschiebung tut ihr Übriges.

Aber mal ehrlich, wir haben Urlaub. Das ist ok! Und es ist auch nicht so, als ob wir nichts gemacht hätten.


Heute haben wir den Zentralfriedhof von Punta Arenas besucht. Fotos haben wir dort keine gemacht. Im Internet sind ein paar zu finden, uns kam es unpassend vor. (Also nicht wundern.)

Der Friedhof ist eine sehr interessante Mischung. Wie soll man es beschreiben... Teils sehr alt und verkommen mit abblätternder Farbe, viele Familienkrypten von sehr pompös bis Inschriften kaum mehr lesbar. Die Außenmauern sind mit mehrstöckigen Grabzellen gesäumt. In die obere Etage kommt man mit Treppe. Ähnlich zu den Urnenwänden bei uns, nur größer. Ein paar Gemeinschaftsgräber von Soldaten gibt es ebenfalls und viele mit Bäumen gesäumte Wege, wobei viele von den Bäumen quasi schon in die Krypten hineinwachsen. Aber egal, dafür gibt es Kettensägen, die die Äste im Zaum halten.

Schon vor Betreten sind auf dem Vorplatz viele kleine Stände, die unzählige bunte Kunstblumen und Windräder anbieten.

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Warum, wird auch schnell klar. Echte Blumen sind in der Unterzahl und egal wie alt die Gräber sind, auf vielen ist ein wahres Blumenmeer zu finden, nur eben selten aus echten Blumen. Kunstrasen analog zum Sportplatz ist auch beliebt. Die Windräder erfüllen ihren Zweck. Wind gibt es auch hier genug. Alles, was nicht ordentlich gesichert ist, landet woanders. Daher sind die Drähte der Kunstblumen hilfreich.

Ich bin mir sicher, dass die Leute bei uns komisch schauen würden, wenn wir bei uns auf dem Friedhof ein quietsche buntes Windrad ins Grab stecken. Wäre glatt mal einen Versuch wert.

Es liegt teils sehr viel Müll zwischen den Gräbern, allerdings ist auch viel Personal auf dem Friedhof zugegen, der Wege ausbessert und Inschriften auf Steinen nachmalt.

Alle sind sehr freundlich. Eigentlich jeder grüßt und es herrscht viel Betrieb. Gleich bei Betreten des Friedhofs sind wir in eine Trauergemeinschaft gerauscht... Wir haben sofort gebremst, weil wir nicht stören wollten. Das Personal ist hier aber recht schmerzfrei und hat uns sofort durchgewunken.


Nach einer gemächlichen Runde durch den Friedhof sind wir wieder nach draußen gegangen. Die Hauptstraße entlang, an der Pferderennbahn vorbei und wieder Richtung Meer.

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Hupen ist hier gängigen Kommunikationsmittel, aber die Fahrer passen auf.

Die Stadt besteht gefühlt nur aus Einbahnstraßen, die teils Schlaglöcher haben, die die Achsen und Radaufhängungen gut auf die Probe stellen. Ist auf den Fuß- und Radwegen aber auch so. Natursprünge inklusive...

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Entsprechend sehen auch die Autos aus. Unser TÜV hätte seine helle Freude.

Wenn ein Rettungswagen kommt, gehst oder fährst DU aus dem Weg. Wetten, dass er bremst, oder noch bremsen kann, würde ich nicht. Aber keine Sorge, die klingen so eklig, die hört man rechtzeitig.


An sich ist die Stadt teils sehr baufällig und teils sehr bunt.

Langweilige Hauswand? Anmalen... Laden besonders kennzeichnen? Anmalen... Triste Einfahrt? Anmalen... Kinderspielplatz zu profan? Anmalen...

Also nicht nur auf das überall vorkommende Graffiti bezogen, sondern gezielt und mit Plan. Hier mal ein paar Eindrücke, unsortiert:

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Noch besser: Halloween steht an. Wenn es noch nicht bunt genug ist, kann man dafür schmücken. Egal ob Laden oder privates Haus. Funktioniert auch bei Autos...

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Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt am Stand zu quälen. Also Sport mit Aussicht.

Das wollte Man(n) natürlich testen...

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(Anmerkung der Redaktion:

Hat lange genug gedauert, ein passendes Heldenbild zu machen... =P

Nochmal zum Zustand der Fahrzeuge... Wir haben am 29.10 unterschlagen, dass wir Nachmittags noch kurz beim Einkaufen fürs Abendessen waren... Auf dem Rückweg ist einem vorbeifahrenden Auto der Motor auf der Hauptstraße verreckt. Man(n) rennt heldenhaft hin und hilft beim Schieben (mit Einkäufen in der Hand). Also der Sport kommt hier nicht zu kurz. Quasi Ganzkörperworkout...)


31.10.2025

Heute war ein theoretisch sogar noch faulerer Tag.

Stimmt aber gar nicht. Social-Media-Kram muss ja auch irgendwann gemacht werden. Texte schreiben sich nicht von selbst und auch Bilder laden sich nicht selbstständig hoch. Eigentlich sind wir heute zig Stunden vor dem Computer gesessen, um die neu erstellte Website zu befüllen.

Auch einige der angeschriebenen Funker meldeten sich, darunter Pedro CE8PVT er ist Taxifahrer und würde auch Fahrten außerhalb der Stadt anbieten, was wir für unsere Rückreise in Betracht ziehen werden. Dann noch Luis CE8EIO, er hat mitgeteilt, dass ein Freund von ihm auf den Falkland Inseln wohnt, nämlich Mario VP8A und VP8ALJ.

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Dann meldete sich noch Ricardo CE8SIW, er wohnt unweit unserer Unterkunft und hat uns auf einen Besuch eingeladen. Diesen wollten wir mit unserer heutigen Tour in die Stadt verbinden.

Nachmittags wollten wir dann doch mal raus und dem Bildschirm entkommen. Faktisch haben wir einfach nur Bargeld gebraucht, um die Unterkunft vor der morgigen Abreise zahlen zu können.

„Einfach nur“ hat sich dann doch als schwerer als gedacht herausgestellt.

Alle Banken hatten ab ca. 14 Uhr Ortszeit zu und sind erst ab Montag wieder geöffnet. Zu heißt hier auch nicht, dass ein Bankautomat frei zugänglich wäre. Nö... Zu heißt, dass alles mit Gittern und Rollläden etc. versperrt ist und auch die Bankautomaten dort gut geschützt ihr Indoor-Dasein fristen.

Wie jetzt also an Geld kommen? Mit Englisch kommt man hier auch nicht weit, wie bereits erwähnt. Wir hatten das Glück, durch Zufall an einem Outdoorladen vorbeizukommen, der noch offen hatte, und bei dem auf der Tür stand, dass Englisch verstanden bzw. auch gesprochen wird. Sie konnten uns den Tipp geben, im Supermarkt oder der Apotheke am Stadtplatz zu gucken.

Murphy lässt grüßen. Der Supermarkt hatte einen Automaten, aber der war natürlich kaputt. Nach zwei Versuchen haben wir dann tatsächlich einen funktionierenden Geldautomaten in einer Apotheke gefunden. Muss man auch erst mal wissen...

Erwähnenswert ist auch, dass man nur maximal 200.000 Pesos bekommt und ca. zwischen 8.000 und 9.000 Pesos Gebühr zahlt. Zu zweit geht das dann schon, sollte aber ggf. berücksichtigt werden.


Mit mehr Geld in der Tasche haben wir uns dann beruhigt ein Lokal zum Essen gesucht.

Davor sind wir aber noch am Stadtplatz durch eine Halloween-Autotuning-Ausstellung gelaufen. So richtig mit Crew, Richtern und Pokalen. Keine Ahnung, wer gewonnen hat, aber ein paar lustige Ideen waren schon dabei. Bei manchen Autos war ich mir tatsächlich nicht sicher, ob nicht mit echtem (Tier-)Blut „geschmückt“ wurde.


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Egal – nur nicht zu viel hinterfragen. In einer Pizzeria haben wir uns dann erst mal den Bauch vollgeschlagen und darüber amüsiert, wie liebevoll auch diese für Halloween dekoriert wurde. Hier laufen die Kinder tatsächlich auch in Restaurants, um sich ihren Süßkram abzuholen.

Daheim angekommen nochmal kurz kontrolliert, ob die per Hand gewaschene Wäsche trocknet und morgen für die Weiterreise gepackt werden kann. Und schon sitzt man wieder am Rechner... Ein wenig Kleinkram nebenher erledigen und etwas zusammenräumen und packen, damit es morgen schneller geht. Um 11 Uhr kommt das Taxi.


Der Besuch bei Ricardo stand noch aus. Er meinte nur lapidar, er wohnt hier und wir können schon noch vorbei kommen. Riana wollte aber unbedingt noch an der Webseite weiter basteln, so musste ich den Besuch alleine antreten.

(Mimimimi... Wie gesagt, die Texte schreiben sich nicht von selbst. Ist ja auch nicht so, dass es nicht mal wieder später wurde...)


Der Weg war nicht tragisch und wäre auch in einem desolaten 🍺🍷🥃 Zustand machbar. Ricardo ist Funker, Elektroniker und hat einen kleinen Laden in Punta Arenas, in dem er alle möglichen Elektrogeräte repariert.

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Die Unterhaltung war aufgrund meiner nicht ganz so großen Spanisch Kenntnisse primär auf den Google-Übersetzer beschränkt, der an seinem Computer lief und wir abwechselnd die Texte eintippten.

Erschwerte Bedingungen: In Chile verwenden sie die amerikanische Tastatur, sprich Z und Y sind vertauscht. Das führt zu tollen Wörtern wenn man nicht ständig auf den Bildschirm sieht.

Nach einem Bierchen und diversen Gläsern Whisky war es doch ein recht lustiger Abend. Die morgigen Abreise im Genick, beendeten wir den Abend gegen 24 Uhr, mit dem Versprechen den Kontakt über Funk und auch nach dem Inselaufenthalt aufrecht zu erhalten.

(Diverse Gläser... Ihr erinnert Euch an die Beschreibung, dass der Heimweg auch in desolatem Zustand funktioniert? Na was für ein Glück. Aber bleiben wir fair, so schlimm war der Zustand nicht.)



 
 
 

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